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SOMMER 2016 - unser REXIK, ein ganz toller, unheimlich lieber, junger Hund braucht ganz dringend unsere Hilfe!

UND GANZ VIELE SPENDEN!

 

Wie alles begann…  im Mai statteten wir unserem Tierheim in Levice einen Besuch ab und dabei entdeckten wir in einem der Freiläufe einen bildschönen, wahnsinnig lieben, bezaubernden Hundebuben, der sofort unser Herz eroberte.

Leider hatte dieser wundervolle Prachtkerl ein Handikap, er konnte seine rechte Vorderpfote kaum belasten, weil sie einfach durchknickte.  

Wir fragten natürlich sofort unsere Kolleginnen, was es damit auf sich hatte und sie gaben folgende Auskunft: 

 

Dieser Hund hat eine Fehlbildung der Pfote, die inoperabel ist und der Tierarzt kann sie nur amputieren!  

 

Bei uns läuteten ALLE Alarmglocken! Um Gottes Willen, diesem tollen, noch soooo jungen Hund, kann man doch nicht einfach die Pfote abschneiden!

 

REXIK ging uns nicht mehr aus dem Kopf.

Wie das Schicksal so wollte, benötigten wir für eine unserer privaten Hündinnen hochqualifizierte medizinische Hilfe und stießen so durch Empfehlung einer unserer slowakischen Kolleginnen auf eine wundervolle Tierklinik in Bratislava, wo ganz tolle Ärzte arbeiten, wo es Spezialisten gibt, wie in einem Humanspital und wo man so herzlich empfangen und betreut wird, wie in keiner österreichischen Klinik.

 

Die Klinik Sibra liegt am Stadtrand von Bratislava inmitten von Kleingärten und bietet nicht nur höchste technische Ausstattung, sondern auch herausragende Physiotherapie und Tierärzte mit ganz viel Herz!

 

Nachdem unsere eigene Hündin dort so liebevoll und erfolgreich behandelt worden war, entschlossen wir uns bei einem Kontrolltermin, den dortigen Orthopäden um Hilfe für unseren REXIK zu bitten! Zwischen Tür und Angel nahm sich dieser Spezialist kurz Zeit um einen ersten Blick auf Fotos und ein Röntgenbild von unserem Schützling zu werfen.

Es wurden faszinierende Minuten. Dr. Vatolik starrte lange auf die diversen Bilder um uns dann folgendes in Kurzform zu sagen:

Von diesen Fotos kann ich jetzt keine wirklich 100%ige Auskunft geben, ABER, diesen Lauf zu amputieren wäre Wahnsinn. Dann würde REXIK den Rest seines Lebens alles Gewicht auf dem linken Vorderlauf tragen müssen, was diesen über Kurz oder Lang auch ruinieren würde.

Ich würde REXIK gerne persönlich sehen, weitere Bilder machen und danach mit Ihnen einen Plan entwerfen wie dem armen Kerl geholfen werden kann, ABER so wie ich das sehe, müsste das schnell passieren, da sich seine Fehlstellung mit jeder Belastung verschlimmert und es ab einem gewissen Entwicklungsschritt nicht mehr möglich sein wird, den Lauf zu retten.

 

Wir waren besorgt und glücklich zu gleich, wir wollten REXIK diese eine Chance unbedingt ermöglichen! ALSO wurde alles geplant und angeleiert.

 

Als erstes brauchten wir eine Pflegestelle, die REXIK in Bratislava aufnehmen würde, denn er konnte ja nicht monatelang in der Klinik bleiben! Und wieder hatten wir Glück, eine Mitarbeiterin der Klinik, eine Hundephysiotherapeutin erklärte sich bereit, REXIK bei sich aufzunehmen, und das zu einem günstigeren Preis, als normal, weil er ja ein Tierschutzhund ist! Wir waren glücklich, nun konnte der Bub nach Bratislava kommen, denn für die Unterkunft war einmal gesorgt. DANKE DANKA!

 

Am 30. Mai war es dann soweit! REXIK wurde aus Levice gebracht und wir selbst fuhren mit ihm in die Klinik.

Er musste stundenlange Untersuchungen über sich ergehen lassen und war mustergültig brav! Alle KlinikmitarbeiterInnen lieben den Buben mit dem großen Herzen und seinem unglaublichen Charme.

 

Die Befundbesprechung ergab eine milde Form des „Lobster Claw Syndrome“ bei dem die Beinlänge nicht eingeschränkt ist, aber dennoch eine Fehlstellung der beiden Unterarmknochen Ulna und Radius dazu führen, dass das Karpalgelenk nicht ordentlich arbeiten kann und dadurch notgedrungen der Daumen übermäßig entwickelt ist. Weiters zeigte dieser Daumen bereits Einschränkungen in Form einer alten Bruchverletzung infolge der viel zu starken Belastung. Außerdem waren die Mittelhandknochen zwischen Ulna und Radius gerutscht, weil die zu weit voneinander entfernt waren.

 

Dr. Vatolik entwarf also folgenden Plan:

 

·        Die verdickte und zu kurze Ulna (Elle) musste verlängert werden, dafür würde ein Stift in den Knochen eingesetzt werden.

·        Weiters mussten Ulna und Radius (Elle und Speiche) in die richtige 

Position zueinander gebracht werden und mit einer Schraube fixiert.

·        Diese Schraube sollte dann dazu dienen, dass man den Abstand auch noch postoperativ nachkorrigieren konnte, indem die Schraube noch fester angezogen würde.

·        Wenn all das abgeschlossen wäre, müsste dann noch das Karpalgelenk mit einer weiteren Platte versteift werden, damit REXIK es nicht weiter durchtreten kann. 

 

Phuuuu das war harter Tobak! So viele schwere OPs für unseren lieben REXIK! Aber wir wollten ihm diese Chance geben, denn ohne diese OP wäre auf lange Sicht eine Amputation und eine massive Verringerung seiner Lebenserwartung vorprogrammiert.

Wir entschlossen uns also dazu, diesen schweren Weg mit REXIK zu gehen.

 

Wir müssen für REXIKs komplette Behandlung, sämtliche Operationen und die Pflegestelle mit Kosten von mindestens 4000,-€ rechnen und sind auf hoffentlich ganz viele Spenden angewiesen!

Unser Spendenkonto ist:

Glück für Tiere

Verwendungszweck: REXIK

IBAN: AT121400005010287792

BIC: BAWAATWW

 

 

DER ERSTE SCHRITT:

 

Am Dienstag den 14.6.2016 fand also endlich die erste Operation statt! Im Zuge dieser OP wurden also der Stift zur Verlängerung der Ulna und die Querschraube zur Korrektur der Position der beiden Unterarmknochen gesetzt. Außerdem wurde auch der gebrochene und nach der OP unnütze Daumen amputiert, nachdem er ohnehin schon sehr in Mitleidenschaft gezogen war.

Der Bub hat alles bestens überstanden war guter Dinge, fröhlich, dankbar und einfach nur lieb. Er ertrug seine sicher vorhandenen Schmerzen mustergültig und belastete auch schon das operierte Bein. Die Genesung verlief bilderbuchmäßig und nach 10 Tagen wurde nochmal ein kleiner Hautschnitt gemacht um die Schraube nachzuziehen!

 

REXIK ist ein Musterpatient, den man aber schon bremsen muss, weil er einfach jung und aktiv ist und sich bewegen möchte!

 

DER ZWEITE GROSSE SCHRITT:

 

Am Samstag den 23.7.2016 wurde REXIK erneut operiert. Seine Kallusbildung war hervorragend und deshalb konnte früher als erwartet diese zweite Operation erfolgen um sämtliche Metallteile wieder zu entfernen!

Nun muss wieder alles verheilen um die hoffentlich letzte OP in ein paar Wochen zu ermöglichen! In dieser soll dann, wie schon erwähnt, das Karpalgelenk versteift werden, damit der Bub auch in Zukunft normal auf sein Vorderbein treten wird können!

 

Wenn dies alles ausgestanden sein wird, braucht unser REXIK natürlich eine liebe Familie, die ihm ein Zuhause schenkt. Er kann ja nicht für immer auf der Pflegestelle bleiben, und er soll bitte, bitte nicht wieder ins Tierheim zurück müssen, das hat er sich nach all der Plackerei einfach nicht verdient!

 

Details über Rexik unter „Unsere Sorgenkinder“

 

 

 

 

 
 
 
 

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